Red Hands Cave
February 15th, 2009Jetzt möcht ich mal ein paar Takte zu den ungeheuerlich beeindruckenden, geschichtsträchtigen, spirituell inspirierenden Spuren der Aborigines sagen, die man in Australien (z.B. im Ku-Ring-Gai-Chase Nationalpark) findet. Sie sind brutal wenig beeindruckend, null geschichtsträchtig und spirituell für den Arsch. Durch dichtes Unterholz wird man von großmäuligen Schildern bei knapp 40 Grad Celsius zu absurd unscheinbaren “Höhlen” gelockt, i.e. verzagten Felsvorsprüngen, die ohne Rückenstärkung durch die Tourismusbehörde nicht die Stirn hätten, sich als Höhlen—bzw. überhaupt jedwede topologische Formation—zu bezeichnen.
Dort findet man den Abdruck eines kleinwüchsigen Bauarbeiters aus den frühen Fünfzigern, der sich einen Scherz erlaubt hat, denke ich mal. Umzäunt und abgeschirmt von Stahlbarrieren und Plexiglasscheiben, als gelte es, durch quasireligiöse Überhöhung eines uninteressanten Handpatschers das an den Ureinwohnern verübte Unrecht wettzumachen. Im nächsten Nationalpark sind wir noch mal drauf reingefallen, dort mehrere Patscher, die dafür etwas verwaschener. Nennt mich proligen Banausen, aber da fand ich die pennenden Koalas im Taronga noch spannender…





