Neu im US-TV

November 5th, 2009

We’re talking Raumschiffe here. We’re talking GROSSE Raumschiffe. Und Aliens. Die uns versklaven wollen, karamba! Story bissl primitiv (klassisch eben, Remake halt ;), aber gute Bekannte aus Lost, Firefly und 4400. Vor allem die überirdische Morena Baccarin… Reptil hin oder her, bissl “devotion” ist da einfach angemessen. > V

Neu im US-TV

October 4th, 2009

Accidentally on Purpose: Working Woman mit 40 wird von viel jüngerem One-Night-Stand schwanger, beide wollen das Kind haben, wie gehts weiter, lustige Probleme ahead. Wenig spannend, selten komisch. [4/10]

Flash Forward: Auf der ganzen Welt verlieren alle Menschen für 2 Minuten 14 Sekunden das Bewusstsein. Und haben alle eine Vision von sich selbst in 6 Monaten. Die (im Vergleich) zu stimmen scheinen. Und: Scheint man-made zu sein, die ganze Kiste, meint der Protagonist (vom FBI). Interessant aufgezogen. [7/10]

Modern Family: Drei “ungewöhnliche” Familien (Schwulenpärchen mit adoptiertem Baby, Stino-Familie mit pseudocoolem Dad und der alte Sack mit der jungen Latina) erleben im Lebenszusammenhang Großfamilie allerlei. Sehr viel lustiger als erwartet. [6/10]

Eastwick: Also, wenn mir einer erzählen würde “Die Hexen von Eastwick als TV-Serie”, würd ich ohne Zögern sagen “Nee, klar, [1/10], Danke.” Aber: Gar nicht übel! :) Und der Teufel, dem ich wenigsten entgegenschleudern wollte “DU bist ECHT kein Jack Nicholson”... wider Erwarten geil! :) [7/10]

Community: Zusammengewürfelte Gruppe aller Altersklassen und Schichten muss (an einem Community College) irgendwie durch Leben und Schule kommen. Kaum witzig. Unirdisch hübsche Hauptdarstellerin, aber nicht mal die reißts raus. [4/10]

Stargate Universe: Neue, typische Stargate-Serie. Nicht schlecht, mei, halt SG. Wers mag… (ich zum Beispiel :). Und: Raumschiffe! [7/10]

The Middle: Saulangweilige Mittelklasse-Familien-Mutter-Comedy. Falls nach Minute 10 noch irgendwann Raumschiffe landen, bitte Mail an mich. [2/10]

Bored to Death: Comedy um einen losrigen jungen Schriftsteller, der sich als Privatdetektiv versucht. Titel ist Programm. [3/10]

Neu im US-TV

September 12th, 2009

Defying Gravity: Mondbasis Alpha Eins meets Solaris meets Event Horizon meets Desperate Housewives. Charaktere nehmen schnell an Dichte zu, Mystery-Element auch ganz ok. Hat was. [7/10]

Warehouse 13: X-Files meets Indiana Jones meets Eureka. Recht unterhaltsam, gute Hauptdarsteller. [7/10]

Dark Blue: Undercover-Poizeieinheit für die schmutzigen Geschichten. Bzw. geht auch voll um Gerechtigkeit. Gar nicht mal so spannend. [5/10]

The Vampire Diaries: High-School-Kacke, nur halt mit bissl (wieder mal, gähn)... Vampiren. Zutaten: Extrem gutaussehende Teenager und bissl Mysti. Und: Nebel! Huaaaa. #spooky [3/10]

Neu im US-TV

July 17th, 2009

Hung: Sportlehrer ist total abgebrannt, die Ex-Frau stresst, seine Kinder finden ihn losrig, sein Haus baufällig, die Steuer will Kohle, kurz: Er ist am Hund. In einem Wie-werd-ich-reich-Seminar sagt man ihm: Besinn dich auf die herausragende Eigenschaft, die dich von anderen abhebt – und vermarkte sie. Bis auf seinen großen Johnson fällt ihm dazu nichts ein, so beschließt er zusammen mit einer (schauspielerisch hervorragenden) Leidensgenossin, sich als Callboy zu vermarkten. Klingt billig, aber dezent umgesetzt und wirklich komisch. [8/10]

Drop Dead Diva: Hohles Cheerleader-Blondie wird durch einen Unfall im Himmel in den Körper einer gerade verstorbenen Anwältin versetzt, die aber kreisch fett und uncool ist. Eklige Prämisse, aber schauspielerisch gut, dichte erste Folge. [6/10]

The Philanthropist: US-Milliardär beschließt ein Jahr nach dem Tod seines kleinen Sohnes, dass er (a) Gutes tun will, (b) die Dritte Welt sich hierfür anbietet und (c) ihm das dankbare Lächeln eines Negerjungen total viel zurückgibt, Mensch, Mensch. Eher schlimm. [3/10]

10 things I hate about you: Zwei Schwestern neu in der Stadt (Papa Arzt, Mutter tot), deshalb Schulwechsel: Highschool, Teenies, wer ist populär, wer ist cool, wer ist anti, blabla, das Übliche, mäßig witzig. [5/10]

We can disappear you

May 15th, 2009

Geschäftsidee Idee für eine Fernsehserie: Eine verdeckt arbeitende Gruppe von Internetspezialisten und Hackern bietet als Service, all deine Spuren im Internet zu beseitigen. Bilder von dir werden mit facial recognition software aufgespürt (face.com). E-Mail-Accounts (du hast mehr als einen, und du hast 5-10 vergessene, ich zumindest) werden gelöscht. Blogkommentare, Tweets, Facebook-Account, MySpace-Account, Forenbeiträge, deine Accounts bei [55 beliebige sonstige Web 2.0 Services here], deine PicDrops, deine verwaisten Webspaces von 1998, deine Parship-Mitgliedschaft von vor vier Jahren, deine Accounts bei Torrent-Plattformen (von denen du dachtest, sie seien anonym), die Logs deiner Skype-Chats, deine Google-Illegal-Secret-Traceback-Aufzeichnungen (klar machen die die!), die Cookies in all den Proxies, von denen du nichts weißt, und und und. Alles wird getilgt. Alles wird gelöscht. Du bist fort. Du bist sicher. Du bist frei.

Wär das schön. seufz :)

Neu im US-TV

May 1st, 2009

Parks and Recreation: Angestellte der städtischen Parkverwaltung setzt sich in den Kopf, Baugrube in Park zu verwandeln. Erfährt wenig enthusiastische Unterstützung ihrer depperten Kollegen. Office-artige Comedy, ich finds ziemlich komisch. [6/10]

Castle: Im Grunde konventionell gestrickte Story um einen Promi-Krimiautor, der eine NYPD-Polizistin nervt, indem er ihr hilft, ihre Fälle zu lösen. Lebt von Nathan Fillion (herrlich wie in Firefly) und der auch sonst hervorragenden Besetzung, die Chemie zwischen Fillion und Stana Katic stimmt nicht nur, sondern knistert geradezu—gelungene Mischung aus Murder, Suspense und Comedy-Elementen. [8/10]

Southland: Hartes Cop-Drama in L.A. Wiedersehen mit Benjamin McKenzie (Ryan aus O.C.), gut gemacht, aber halt wieder: Mord, Totschlag und das Gesetz der Straße. [5/10]

Neu im US-TV

April 12th, 2009

Surviving Suburbia: Selten komische Sitcom über eine Durchschnittsfamilie in der Vorstadt. [3/10]

Harper’s Island: Stinklangweiliger Soft-Horror-Thriller in Serienformat, mit viel “Huaaa, jetzt spooky”-Effekt und gutaussehenden Darstellern, die alle steeeeeerbeeeen werden (man ahnt es beinah ;)! [3/10]

Better Off Ted: Ted ist Chef der Entwicklungsabteilung eines multinationalen Konzerns. Seine Mitarbeiter: Freaks. Seine Chefin: Eisklotz. Seine potenzielle Büroaffaire: Verzweifelt. Eher schlechte Kritiken, ich finds saulustig. [8/10]

Dollhouse: Muss man nix mehr sagen, die neue von Joss Whedon, entwickelt sich sehr gut, hat aber schlechte Zahlen, schafft es vielleicht mit Mühe in die zweite Staffel. [7/10]

The Unusuals: Cop-Drama in NYC, eher wenig Überraschendes, aber schnell differenzierte Charaktere und witziges Casting. [5/10]

The Listener: Telepath arbeitet als Sanitäter und nutzt seine Gabe zum Guten. Primitiv angelegt, simpel gestrickt, hoher Gähnfaktor garantiert. [3/10]

Neu im US-TV

March 18th, 2009

Eastbound & Down: Abgetakelter ehemaliger US-Baseball-Star ist ganz unten angekommen: muss bei seinem Bruder einziehen und Sport an einer Schule unterrichten. Führt sich dabei auf wie ein Macho-Superstar-Riesenarschloch. Ironisch prolig, superblöd und sauwitzig. (Comedy) [9/10]

Important Things with Demetri Martin: Ziemlich schlechte (Stand-Up)-Comedy. [2/10]

United States of Tara: Ehefrau und Mutter zweier Teens hat DID mit vier Persönlichkeiten, die abwechselnd hervortreten und für Trouble sorgen. Schauspielerisch nicht schlecht, aber irgendwie trotzdem pointless. |4/10]

Kings: Hochtechnisierter moderner Staat (USA? ;x) ist nach mehreren Kriegen ein Königreich. Korruption und Propaganda schlummern unter der schönen Oberfläche (mönsch, mönsch, schl{i,a,u}mm). Ein Smalltown-Boy schafft es (weil reiner Thor, *gähn*) in die royal High-Society und tut fürderhin Gutes. Nicht schlecht, aber auch nicht gut. Gibt jedoch von der Prämisse her einen erschreckenden Einblick in die antidemokratische Grundhaltung reaktionärer Utopien. |4/10]

Milk

February 21st, 2009




Milk: Großartiger Film über den homosexuellen Aktivisten Harvey Milk. Sean Penn ist Wahnsinn in der Rolle, vor allem, wenn man ihn aus seinen anderen Filmen noch vor Augen hat. [10/10]

Wanted

January 27th, 2009




Wanted: Ein abstoßend dummer Film. Gottseidank im Flugzeug gekuckt. Gewaltverherrlichung sind wir gewohnt, ok, noprob. Jedoch die Mythologisierung geheimbundfaschistischer, geradezu pervers geistloser Motive zu einem Killer-Eso-Scheiß derartiger Fasson—Hut ab—einen solch menschen- und intelligenzverachtenden Dreck muss man erst mal hinkriegen. [1/10]

Slumdog Millionaire

January 26th, 2009




Slumdog Millionaire: Sehr guter Film. Nachdem wir ihn in der Sneak schon verpasst haben und er sich vom Geheimtipp nun zum Oskarkandidaten entwickelt hat, sind wir endlich rein gegangen. Hat mir Lust gemacht, das Buch Maximum City endlich mal weiter zu lesen. Indienreise (@XL ;) ist wohl nichts für schwache Nerven… [8/10]

Australia (Film)

January 6th, 2009

Australia: Eigentlich ein schlechter Film. Nicht schauspielerisch, Jackman, Kidman und v.a. auch das Kind sind 100% überzeugend, tolle Bilder auch und große Gefühle.. aber insgesamt... Nee, nee. Die "Wizard of Oz"-Parallele - verschenkt. Die Storyprämisse "Lost Generation" - eine Finte. Die großartig gemeinten filmischen Momente - aneinandergereiht. Der Rekurs auf die spirituelle Tradition der Aborigines - unausgegoren. Insgesamt halt ein "Major Movie", in den alles reingepackt werden musste. ;x [5/10]

The day the earth stood still

December 11th, 2008

Solider Film. Steckt viel Kritik auf der IMDB ein, ich fand ihn aber sehenswert. An emotionaler Intensität wünscht man sich ev. etwas mehr, ok, und die Botschaft “Aufgepasst auf die Erde” is bissl gähn, aber:

Keanu Reeves: Coolster Hund von Welt.
Jennifer Connelly: Gut wie immer.
SFX/Sound: Yeah!

Ich seh ihn als [7/10].

Heroes, dritte Staffel

November 19th, 2008

Keine SPOILERS ahead imho. :)

Man las verschiedentlich über Heroes, dass es immer schlechter werde, und während die verkrüppelte zweite Staffel noch dem Streik zuzuordnen war, gab es einiges an Enttäuschung, als zu Beginn der dritten Staffel zögerlich und unsystematisch Versatzstücke aus der Vergangenheit mit neuen, wenig griffigen Handlungssträngen zu einem komplizierten und doch dürftigen Auftakt verpantscht wurden. Tim Kring musste aus den deutlich sinkenden Zuschauerzahlen nun die Konsequenz ziehen, zwei der Chefschreiber rauszuwerfen und wieder selbst mehr Hand anzulegen.

Und bereits ab Folge 6 oder 7 spürt man m.E. einen Schwenk, der mehrere Paradigmen wieder zur Anwendung bringt: Fokus auf einzelne Charaktere; Stärkung von deren Symbolgehalt und storybestimmender Bedeutung (“save the cheerleader” wird direkt zu “the catalyst); Fokus auf zwischenmenschliche Beziehungen (zwei zentrale “love affairs” werden gestartet, zwei andere werden stärker zu Motiv und Storyelement, das Familienelement kommt wieder deutlicher zum Tragen); einfache (klassische!) Konflikte zwischen einzelnen oder klar umrissenen Gruppen (das Ende der 9. Folge ist dabei ein Musterstück). Noch was? :)

Es ist zwar schade, dass Heroes zwischendurch so abgestunken ist, für eine Analyse, was eine (dramatische) Serie erfolgreich macht, ist es aber imho interessant zu sehen, wie das ganze abläuft. Auch wenn den USA gerne (und m.E. blödsinnigerweise) Kulturlosigkeit vorgeworfen wird oder amerikanische Kulturprodukte mit Labeln wie “populär” abgewertet werden, finde ich, dass in US-TV-Serien heute die Kunst des Story Telling (der westlichen Welt) in der elaboriertesten, intensivsten und reinsten Form vorliegt, in Größe und Qualität ein Erbe des altgriechischen, klassischen Epos.

Also: Save the Heroes, save the world. :)

FFF: JCVD

September 6th, 2008

Fantasy Filmfest: JCVD. Bevor die Freunde des Autorenkinos bei Jean-Claude Van Damme gleich abschalten: Das ist kein Martial Arts Film, kein Actionfilm, sondern ein Kabinettstück erster Güte.

Jean-Claude Van Damme spielt sich selbst, einen leicht abgehalfterten Filmstar, der mehr B-Movies gedreht hat, als er eigentlich wollte. Drogenproblem hatte er wohl auch mal, der Vormundschaftsprozess um die Tochter zehrt an seinen Nerven, er will endlich mal einen vernüftigen Film machen, pleite ist er obendrein.

Und plötzlich findet er sich inmitten eines Geiseldramas, und blöderweise meint die Polizei auch noch, er sei der Geiselnehmer. Und der Tag hatte ohenhin schon scheiße angefangen, weil die Taxifahrerin ihn als eingebildeten Fatzke beschimpfte und sein Scheidungsanwalt endlich die Kohle sehen will.

Die zum Teil absurde, humorvolle Story, gemeinsam mit dem cleveren Spiel zwischen Film und Realität, Handlung und Metaebene, bietet wirklich große Filmmomente, und auch wenn es keiner gedacht hätte: Van Damme ist ein Charakterdarsteller, Hut ab. Nicht den Helden gibt er, der die Situation, wie immer, in Manier des gängigen Actionmovies löst, sondern überzeugend den Antihelden, der doch eigentlich nur übermüdet ist, seine Ruhe haben will, und überlegt, warum ist alles so schief gegangen.

Schon allein wegen dieser einzigen, wirklich fantastischen Szene, in der Van Damme—magisch aus dem Set herausgehoben—einen kurzen Monolog über sich, das Leben als Actionstar und die Unbilden von Showbusiness und Drogensucht hält, muss man sich den Film eigentlich anschauen. Hat mich von Qualität und Wucht an den Monolog von Charlton Heston in Kenneth Branaghs Hamlet erinnert, bei dem es mich damals auch gefroren hat. Irre. Wer hätte das von einem “Schauspieler” gedacht, zu dessen denkwürdigeren Filmen Universal Soldier zählt? [9/10]